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Schematherapie bei Erwachsenen mit einer Autismus-Spektrum-Störung

Kursnummer: 22/23 AK-02

mit Salvatore Corbisiero


Zielgruppe

Ärtzliche und Psychologische Psychotherapeuten mit Vorkenntnissen in Schematherapie.

 

Zusammenfassung

Menschen mit einer Autismus-Spektrum-Störung (ASS) haben Schwierigkeiten sich ein Bild davon zu machen, in welchem inneren Zustand sich das jeweilige Gegenüber befindet, d.h. Gefühle, Bedürfnisse, Intentionen und Gedanken beim Gegenüber zu erahnen (cf. Theory of Mind). Dabei fällt es ihnen schwer sich in einer «neurotypischen» Welt zu orientieren. Soziale «Fehlleistungen» sind dadurch verständlich und nachvollziehbar. Die ASS kann folglich zu erheblichen Anpassungsproblemen, deutlichem Leidensdruck und einem hohen Prozentsatz an psychiatrischen Komorbiditäten führen. Die verschiedenen Schwierigkeiten, denen Menschen mit einer ASS seit ihrer Kindheit ausgesetzt sind, fördern die Entwicklung von Mustern und Verhaltenswesen, die dysfunktional sein können und eine Person daran hindern, ihre Ziele zu erreichen oder eine befriedigende Beziehung zu sich selbst und anderen zu haben.

Ziel dieses Kurses ist es, aus der Perspektive der Schematherapie (ST) über die Dynamik dysfunktionaler Muster und Modi zu reflektieren, die bei einer ASS auftreten. Die folgenden Fragen werden behandelt: Welche Muster sind zu beobachten? Welche Muster tauchen auf? Und wie kann man ihnen mit Nachdruck entgegentreten? Wie wird die therapeutische Beziehung aufgebaut? Und schließlich, wie kann man die Technik des "limited reparenting" anwenden? Der erste Teil des Kurses wird sich auf das Verständnis der dynamischen Verbindung zwischen den Symptomen der ASS und den Mustern/Modi der ST konzentrieren. Im zweiten Teil des Kurses werden die therapeutischen Techniken der ST mit Übungen in Form von Fallvignetten und Rollenspielen in die Praxis umgesetzt. Darüber hinaus werden die Teilnehmenden die Möglichkeit haben, ihre eigenen Fallvignetten vorzustellen und über klinische Erfahrungen mit dieser Patient*innengruppe zu reflektieren.

Ziele

  • Dynamik zwischen ASS-Symptomen und Schemata/Modi erkennen und verstehen
  • Schema-/Modusmodell von Patient*innen mit ASS erkennen und reflektieren
  • ASS-spezifische schematherapeutische Interventionen verstehen und anwenden können

Literatur 

  • Bullus, E. K. (2019). Modified schema therapy as a needs based for complex comorbidities in adults with autism spectrum conditions. Australian Clinical Psychologist, 1–7.
  • Riedel, A., Rost, M. & Corbisiero S. (in preparation). Welche Ziele verfolgt die Psychotherapie bei Erwachsenen mit hochfunktionalen Autismus-Spektrum-Störungen?
  • Tebartz van Elst, L. (Hrsg.) (2021). Das Asperger-Syndrom im Erwachsenenalter und andere hochfunktionale Autismus-Spektrum-Störungen. Berlin: MWV.
  • Vuijk, R. & Arnoud, A. (2017). Schema therapy as treatment for adults with autism spectrum disorder and comorbid personality disorder: Protocol of a multiple-baseline case series study testing cognitive-behavioral and experiential interventions. Contemporary Clinical Trials Communications, 5, 80–85.

 

Unterrichtseinheiten (UE)

 7

 

Daten Freitag den 10.03.2023, 09:30-16:45 Uhr
Der Kurs hat noch freie Plätze


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