Schwerpunkt: Stuhlarbeit, Arbeit in der therapeutischen Beziehung & Pattern Breaking
Zielgruppe
Ärztliche und Psychologische Psychotherapeut:innen mit Vorkenntnissen in Schematherapie.
Zusammenfassung
Dieser Workshop gibt einen Überblick über die therapeutische Arbeit mit den Schema-Modi mit dem Schwerpunkt auf Stuhlarbeit.
Zunächst geht es um die Diagnostik und Exploration der verschiedenen Modi. In einem nächsten Schritt widmen wir uns den Grundprinzipien der schematherapeutischen Modusarbeit.
Die spezifischen Interventionsmöglichkeiten (v. a. mit Stuhldialogen) werden demonstriert und in Kleingruppen eingeübt. Dabei geht es um die Versorgung des verletzbaren Kindmodus, den Umgang mit dem wütenden Kindmodus, die Begrenzung des inneren Kritikers sowie die Validierung der dysfunktionalen Bewältigungsstrategien, um sie dann durch gesündere Strategien zu ersetzen (Förderung des Gesunden Erwachsenen-Modus).
Die therapeutische Beziehung wird im gesamten Verlauf einer Schematherapie zur Unterstützung des Heilungs- und Veränderungsprozesses genutzt. Dazu gehören Strategien des Reparenting (begrenzte elterliche Fürsorge), die empathische Konfrontation dysfunktionaler Verhaltensweisen sowie der Umgang mit allfälligen Spannungen in der therapeutischen Beziehung (welche als Modell für Konfliktlösungen im Alltag genutzt werden können).
Beim Pattern Breaking geht es um die Veränderung der inzwischen identifizierten dysfunktionalen Verhaltensmuster im Alltag.
Ein praxisorientierter Workshop mit viel Übungen zu Stuhldialogen und empathischer Konfrontation.
Zertifizierung
Obligatorisch für die Zertifizierung: ISST Module 3.2; 3.3
Literatur
- Jacob, G., Arntz, A. (2015). Schematherapie in der Praxis. 2. Auflage. Beltz
- Roediger, E. (2016). Schematherapie: Grundlagen, Modell und Praxis. 3. Auflage. Schattauer.
- Young, J.E., Klosko, J.S., Weishaar, M.E. (2005). Schematherapie - ein praxisorientiertes Handbuch. 2. Auflage. Junfermann.